
In ihrem ersten Programm haben sich die wilden Alten konsequenterweise mit dem Thema „Alter und Altsein“ auseinandergesetzt. Nach intensivem Austausch, zahlreichen Diskussionen und viel Spaß bei der gegenseitigen Erklärung der Freuden wie Leiden im letzten Lebensabschnitt, wurde mit den gemachten Erfahrungen und den gesammelten Materialien ein Bühnenprogramm erarbeitet. Ein Programm, das in unterhaltsamer Form einerseits das Thema vermitteln, das andererseits aber auch die Ziele der wilden Alten transportieren sollte, nämlich: dass Alter kein Grund ist, sich aufzugeben und zu verblöden, sondern dass ältere Menschen Qualitäten besitzen, die es zu nutzen gilt. Unter dem Motto „mir san de wüldn Olden, wolln net de Goschn holten“ wurde ein Mix aus Szenen und Liedern, aus Theater und Kabarett geschaffen, die in witzig-pointierter Form klar macht, das Ruhestand noch lange nicht Stillstand heißt. Diese „Präsentations-Show“ ist auch so etwas wie die
„Visitenkarte“ der wilden Alten. Sie wird immer wieder ergänzt, erweitert, auf den neuesten Stand gebracht und vermittelt in sinnlicher Form die Philosophie der wilden Alten. Dieses Programm dient aber auch als Basis, um Programme zu erarbeiten, die „verwandt“ sind, die Bezugspunkte aufweisen, die sich, in welcher Form auch immer, rund um das Thema „Alter“ drehen. So wurde zum Beispiel für einen Gesundheitstag in der Gemeinde Gutenberg, bei dem es vorwiegend um Demenz- und Alzheimererkrankungen ging, eine Fassung erarbeitet. Im Forum Kloster wurde eine Veranstaltung einer Frauenbeschäftigungsoffensive unter dem Motto „Frauen-Arbeit-Alter“ mit einem speziell zu diesem Thema überarbeiteten Programm erstellt. Im Volkskundemuseum am Paulustor in Graz wurde nicht nur die Sonderausstellung „Altersgeschichten“ mit dem leicht adaptierten Präsentationsprogramm eröffnet. Es wurde in der langen Nacht der Museen zusätzlich ein Programm gestaltet.