Die wilden Alten treffen sich einmal in der Woche (wenn notwendig auch zwei-, drei- oder viermal) einen langen Nachmittag hindurch, reden, diskutieren, einigen sich auf Themen, die sowohl ihnen wie auch gesamtgesellschaftlich wichtig und beginnen dann dazu schöpferisch-kreative (kulturell-künstlerische) Produkte zu schaffen, mit denen sie in der Folge an die Öffentlichkeit treten.

Das erste Schwerpunktthema, mit dem sich die Gruppe auseinandersetzte, war – konsequenterweise – das Thema „Alter“. Dazu – über die Leiden wie die Freuden – wurde ein pointiertes Programm erarbeitet, das einerseits die Projektidee als solche bewusst machte, das andererseits die Problematik des Altseins unterhaltsam zur Schau stellte. Dieses Programm wurde mit leichten Änderungen bzw. Ergänzungen auch zu Schwerpunkten wie „Alter und Arbeit“, „Alter und Gesundheit“, „Altern als Frau“ aufbereitet und präsentiert.

War das Zentralthema im Gründungsjahr 2024 das Thema „Alter“, so war es im Jahr 2025 das Thema „Krieg und Faschismus“ und wird im kommenden Jahr, im Jahr 2026, das Thema „Natur und Umwelt“ sein. 

 

Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, sich ein ganzes Jahr hindurch einem Thema zu widmen und dieses Thema in unterschiedlichster Form zu behandeln und aufzubereiten. Neben der Gesamtgruppe der wilden Alten gibt es auch Detailgruppen, die in ihrem Bereich Beiträge zum jeweiligen Schwerpunktthema beitragen. Da gibt es eine Trommel- und Rhythmusgruppe, die für unüberhörbare Akzente sorgt. Da gibt es das Malkollektiv der wilden Alten, das mit Bildern und Ausstellungen das Thema aufbereitet. Da gibt es die Radiomacherinnen, die monatlich eine einstündige Radiosendung zum jeweiligen Thema gestalten, die jeden ersten Mittwoch im Monat von Radio Helsinki, dem Grazer Stadtradio, ausgestrahlt wird und in der Folge weltweit nachgehört werden kann.